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Donnerstag, 7. Mai 2020

Informationen zu Covid-19: Welche Patientenverfügung ist jetzt die richtige?

Autor: Stephan Bader, Redaktion SPO Aktuell | Kategorien: Aktuell

Die durch Covid-19 entstandene Unsicherheit hat das Interesse an Patientenverfügungen erhöht. Menschen, die sich gesund fühlen, sehen sich plötzlich damit konfrontiert, einer «Risikogruppe» zugeordnet zu werden und besonderen Schutz zu benötigen – ein ungewohnter und auch beunruhigender «Stempel». Für viele Menschen ist die Pandemie der Anlass, sich erstmals intensiv mit Patientenverfügungen auseinanderzusetzen.

Der Impuls, sich jetzt um eine Patientenverfügung zu kümmern, ist richtig. Gar nicht so sehr wegen der aktuellen Situation: Denn Covid-19 führt meist nicht zu einer Urteilsunfähigkeit. Eine erkrankte Person wird also ihren Willen, wie sie weiter behandelt werden möchte, den medizinischen Fachpersonen in der Regel weiter selbst mitteilen können. Dennoch ist es hilfreich, wenn Sie sich im Voraus Gedanken machen, welchen medizinischen Massnahmen Sie zustimmen würden und welchen nicht. Ein Beispiel: Wenn Sie im Fall eines schweren Krankheitsverlaufs – wie bei Covid-19 möglich – keine künstliche Beatmung oder generell keine lebensverlängernden Massnahmen wünschen und dies deutlich festhalten, kann dies helfen, dass Ihr Wille tatsächlich berücksichtigt wird. Denn bei einer raschen Verschlechterung gibt es Situationen, in denen unter Zeitdruck entschieden werden muss und der/die Betroffene sich zustandsbedingt nicht genügend äussern kann.

Unabhängig vom Coronavirus garantiert eine Patientenverfügung Ihre Selbstbestimmung auch dann, wenn Sie Ihren Willen nicht mehr äussern können, und entlastet zudem Ihre Angehörigen und das medizinische Personal bei schwierigen Entscheidungen. Grundsätzlich sollte jeder Mensch – unabhängig von Alter und Vorerkrankungen – eine PV ausfüllen.

Nur: Welche Patientenverfügung soll es sein, gerade wenn es schnell gehen soll?

«Patientenverfügung Plus»: Kurzform gratis downloaden

Die SPO bietet seit einiger Zeit die «Patientenverfügung Plus» – auch Advance Care Planning (ACP) genannt – und die dafür notwendige Beratung an. Der Vorteil: Es entsteht eine qualifizierte Patientenverfügung, in der Ihre Vorstellungen so formuliert sind, dass sie in konkrete ärztliche Handlungsanweisungen umsetzbar sind. Zudem sind Ihre Bezugspersonen von Anfang an eingebunden. Beides kann ein Vorteil gegenüber einfacheren Patientenverfügungen sein.

Was aber grundsätzlich für jede Patientenverfügung gilt, gilt für die PV Plus besonders: Sie braucht Zeit, denn solch grundlegende Entscheidungen wollen gut überlegt sein. Zuviel Zeit, wie Kritiker monieren? – Nein, denn auch die PV Plus gibt es – Rahmen von Covid-19 – in einer Kurzversion. Fangen Sie mit einer einfachen Verfügung an – und bessern sie später nach. Die Patientenverfügung sollte sowieso regelmässig aktualisiert werden!

Die SPO weiss Rat, wenn Sie bei diesen Entscheidungen Unterstützung brauchen oder Fragen haben – zu allen Formen von Patientenverfügungen. Und sobald persönliche Beratungen wieder möglich sind, freuen wir uns, Sie beim Erstellen Ihrer Patientenverfügung Plus zu begleiten.

> Informationsblatt der SPO ihrer Partner zum Corona-Virus downloaden – mit Fokus Patientenverfügungen (PDF)

> Kurzform der PV Plus auf den Seiten von Palliative ZH/SH downloaden

> Was sie sonst noch zum Coronavirus wissen müssen



Weitere Beiträge unter: Aktuell

Donnerstag, 20. August 2020

GV 2020 des (Gönner-)Vereins SPO Patientenorganisation

Autor: Gönnerverein SPO Patientenorganisation | Kategorien: Aktuell, In eigener Sache

Trotz Coronavirus konnte auch im Jahr 2020 eine SPO-Generalversammlung stattfinden, wenn auch unter besonderen Bedingungen. Erstmals stimmten die SPO-Mitglieder per Post oder online über die angesetzten Traktanden ab. Einen Rückblick auf diese besondere Art GV und natürlich die Resultate der Abstimmungen können Sie ab sofort hier abrufen.  weiter …

Dienstag, 11. August 2020

Erfahrungen mit Blutkrebs: Aufruf zur Teilnahme an einer Studie

Autor: Stephan Bader | Kategorien: Aktuell

Die Forschungsgruppe DIPEx – ein gemeinsames Projekt der Universität Zürich und der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften – sammelt Erfahrungen von Patientinnen und Patienten mit diversen Krankheiten.  Ziel ist es, dass die Erkenntnisse aus diesen Studien, aber auch die Patientenerzählungen selbst in Lehrmaterialien für angehende Medizinerinnen und Mediziner einfliessen. Das ist eine sinnvolle und wichtige […] weiter …

Montag, 29. Juni 2020

«Pulsierende Gesundheitskosten»: Themenschwerpunkt bei der «Volkswirtschaft»

Autor: SPO Patientenorganisation / SB | Kategorien: Aktuell, Gesundheitspolitik, Publikationen

Die Online-Plattform «Die Volkswirtschaft» thematisiert in ihrem aktuellen Schwerpunkt «Pulsierende Gesundheitskosten» die im internationalen Vergleich sehr hohen Gesundheitskosten in der Schweiz. Auf der Suche nach Ursachen und Lösungen kommen unterschiedliche Stimmen und Perspektiven zu Wort: Ärzte, Versicherer, Forschende, Politiker – und auch die Patientinnen- und Patientenseite: Barbara Gassmann, Mitglied der SPO-Geschäftsleitung, hat den Artikel «Patienten […] weiter …

Mittwoch, 24. Juni 2020

«Soll ich die Swiss-Covid-App installieren?»

Autor: Stephan Bader | Kategorien: Aktuell, Gesundheitspolitik

Nachdem das Parlament die nötige Rechtsgrundlage geschaffen hat, steht die vom Bund beauftragte freiwillige Swiss-Covid-App ab dem 25. Juni zum Download bereit. Nun stehen die Menschen in der Schweiz vor der Frage: Downloaden oder nicht? Die Swiss-Covid-App soll Kontakte mit Personen aufzeichnen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben könnten, und so helfen, Infektionsketten nachzuvollziehen. […] weiter …

Donnerstag, 11. Juni 2020

SPO sucht Pflegefachmann/frau als PatientinnenberaterIn (40-50%)

Autor: SPO | Kategorien: Aktuell, In eigener Sache

Für italienisch- und deutschsprachige Ratsuchende (Arbeitsort Zürich) suchen wir einen/eine diplomierte/n Pflegefachmann/frau als PatientinnenberaterIn zu 40 bis 50% Sie haben mit Vorteil einen Fachausweis in Intensiv- oder Anästhesiepflege, arbeiten gerne selbstständig, beherrschen die italienische und deutsche Sprache in Wort und Schrift sowie IT- Anwendungen am Computer sicher. Wenn Sie eine anspruchsvolle Aufgabe suchen und unsere […] weiter …