Freitag, 22. März 2019

Positive Überraschung in Bern: Keine laufende Franchisenerhöhung

Autor: Stephan Bader | Kategorien: Aktuell, Gesundheitspolitik, In eigener Sache

Ein neues Gesetz sollte dem Bundesrat ermöglichen, die Krankenkassenfranchisen laufend und unbegrenzt an die steigenden Gesundheitskosten anzupassen. Durch eine überraschende Kehrtwende der SVP wurde das einseitige Vorhaben auf Kosten der Prämienzahlenden in letzter Sekunde gekippt.

Die Gesetzesvorlage sah vor, dass alle Franchisen pauschal um 50 Franken steigen sollten, sobald die Bruttokosten für Gesundheitsleistungen pro versicherte Person 13-mal höher gelegen hätten als die ordentliche Franchise. Betroffen gewesen wären davon besonders ältere, kranke und behinderte Menschen, die öfters medizinische Behandlungen benötigen.

Aus Sicht der SPO (wie jüngst auch der Vorschlag für eine Praxisgebühr) ein Versuch, das Gesundheitswesen einseitig auf Kosten der Kranken zu sanieren. Sie trat deshalb der Allianz «Nein zur Franchisen-Explosion» bei, die nötigenfalls das Referendum gegen das Vorhaben ergriffen hätte. 

Neben Patienten-, Behinderten-, Konsumenten- und Pensioniertenverbänden hatten sich zunächst nur die SP sowie die Grünen gegen die Vorlage positioniert. Kurz vor der Schlussabstimmung im Nationalrat entschloss sich nun auch die SVP, die das Gesetz bis dahin unterstützt hatte, die Vorlage abzulehnen. Weil sich die CVP mehrheitlich er Stimme enthielt, genügte dies, um die Franchisenerhöhung zu kippen.

Auch SVP-Präsident Albert Rösti verwies darauf, es sei nicht richtig, die Krankenkasse auf Kosten der Kranken zu sanieren. Sicherlich spielte aber (in Zusammenhang mit den nahenden Wahlen) auch der Druck eines drohenden Referendums eine Rolle. Dieses Abstimmungsergebnis ist auch ein Erfolg der SPO!

> Medienmitteilung der Allianz «Nein zur Franchisen-Explosion»



Weitere Beiträge unter: Aktuell, Gesundheitspolitik, In eigener Sache

Mittwoch, 17. April 2019

Strafgebühr im Spitalnotfall fällt bei Ständeratskommission durch – gut so

Autor: Stephan Bader | Kategorien: Aktuell, Gesundheitspolitik

Patientinnen und Patienten sollen keine Gebühr entrichten müssen, wenn sie den Spitalnotfall aufsuchen. Die ständeratliche Gesundheitskommission hat eine parlamentarische Initiative aus dem Nationalrat abgelehnt, die so die Überlastung der Notfallstationen durch Bagatellfälle bekämpfen wollte. Die SPO begrüsst den Entscheid. Zweifellos: Die zunehmende Überlastung der Notfallstationen, weil Patienten auch mit minder schweren Verletzungen und Beschwerden immer öfter ins […] weiter …

Mittwoch, 10. April 2019

14. Mai: Vortrag mit Thomas Rosemann und GV SPO (Gönner-)Verein

Autor: Annina Hess-Cabalzar, Präsidentin SPO (Gönner-)Verein | Kategorien: Aktuell

Der Vorstand des SPO (Gönner-)Vereins lädt alle Interessierten herzlich ein zum öffentlichen Vortrag mit Prof. Dr. Dr. Thomas Rosemann, Direktor des Instituts für Hausarztmedizin der Universität Zürich mit anschliessender Generalversammlung. > zum Anmeldeformular bitte herunterscrollen! «Viel Medizin macht uns nicht gesünder.» – Diese Aussage stammt von Prof. Dr. med. Thomas Rosemann, dem Direktor des Instituts […] weiter …

Mittwoch, 3. April 2019

Mit MS fast beschwerdefrei leben – dank Cannabis

Autor: SPO Patientenschutz / Stephan Bader | Kategorien: Aktuell, Gesundheitspolitik, In eigener Sache

Ein aktueller «Blick-Artikel» zeigt auf, welches Potenzial Cannabis in der Medizin hätte, wenn die pauschale Verurteilung des Stoffes nicht im Weg stünde. Doch in der Politik tut sich etwas – auch dank der langjährigen SPO-Präsidentin Margrit Kessler. Wir empfehlen Ihnen heute einen Artikel im «Blick» vom 1. April 2019. Er zeigt auf, wie ein Mann, […] weiter …

Montag, 25. März 2019

«Smarter Medicine»:
Mehr Medizin ist nicht immer ein Plus!

Autor: SPO Patientenschutz / sb | Kategorien: Aktuell, Gesundheitspolitik, In eigener Sache, Publikationen

In der Schweiz wären 20 bis 30 Prozent aller durchgeführten medizinischen Behandlungen gar nicht nötig. Die SPO setzt sich in Zusammenarbeit mit anderen Fachorganisationen des Gesundheitswesens dafür ein, dass die gestiegenen medizinischen Möglichkeiten mit Augenmass eingesetzt werden – da, wo sie wirklich helfen. Die Initiative «Smarter Medicine» will medizinischen Über- und Fehlversorgungen entgegenwirken. Nicht «mehr […] weiter …

Dienstag, 5. März 2019

Umfrage: Wie wird mit Patientenbeschwerden umgegangen?

Autor: SPO Patientenschutz | Kategorien: Aktuell, Gesundheitspolitik, In eigener Sache

Im Rahmen eines  Forschungsprojektes, will die SPO zusammen mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) den Nutzen von Patientenfeedbacks & -beschwerden im Schweizer Gesundheitswesen verbessern. Um zukünftig einen Mehrwert für Patienten und Patientinnen wie auch deren Angehörige zu schaffen, ist es wichtig, diese Perspektive im Forschungsprojekt abzubilden. Wir laden Sie dazu ein, bei dieser […] weiter …