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Montag, 25. Februar 2019

Pauschalgebühr gegen unnötige Arztbesuche? – Leider ein Holzweg

Autor: Stephan Bader | Kategorien: Aktuell, Gesundheitspolitik

«Die Selbstverantwortung im Gesundheitswesen stärken» heisst eine neue parlamentarische Initiative, eingereicht von Nationalrat Thomas Burgherr. Das tönt erst einmal gut. In der Tat sind sogenannte Bagatellfälle – mit anderen Worten: Patientinnen und Patienten, die wegen jedem «Bobo» zum Arzt oder gleich direkt in den Spital-Notfall eilen – ein kostspieliges Ärgernis im Gesundheitswesen. Burgherrs Initiative schlägt, um dieses Phänomen einzudämmen, einen «symbolischen Selbstkostenanteil» von 15 bis 40 Franken vor, der bei jedem Arzt- oder Spitalbesuch bar zu zahlen wäre. Die Idee: Das Bewusstsein zu stärken, dass jede Behandlung etwas kostet.

Doch diese Lösung ist untauglich – und zwar erwiesenermassen: Deutschland führte eine solche «Praxisgebühr» 2004 ein und schaffte sie bereits Ende 2012 wieder ab, weil der gewünschte Effekt nicht eintrat. Tatsächlich von einem Arztbesuch abgehalten würden höchstens Patientinnen und Patienten, für die eine solche Praxisgebühr eine bedeutende finanzielle Belastung darstellt – das untergräbt das Solidaritätsprinzip, das hinter der obligatorischen Krankenversicherung steht. Man sollte hier von der Erfahrung Deutschlands profitieren und nicht einen bereits als Holzweg bekannten Pfad einschlagen.

Thomas Burgherr hat noch weitere Ideen: «Selbstverschuldete» Eingriffe sollen nicht mehr von der Allgemeinheit – von der obligatorischen Krankenversicherung – übernommen werden. Doch wer definiert das – und wie? Hier gilt erst recht: Nicht umsetzbar und ein gefährliches Kratzen am Solidaritätsprinzip unseres Gesundheitssystems. 

Mehr dazu lesen Sie im Streitgespräch zwischen SPO-Geschäftsührerin Barbara Züst und Nationalrat Thomas Burgherr im Magazin «Dialog» der CSS-Versicherung.



Weitere Beiträge unter: Aktuell, Gesundheitspolitik

Freitag, 17. Mai 2019

«Zuviel Medizin?»: Vortrag Prof. Rosemann jetzt online!

Autor: SPO Patientenschutz / sb | Kategorien: Aktuell

Am SPO-Frühlingsanlass vom 14. Mai hielt Prof. Dr. Dr. Thomas Rosemann, Leiter des Instituts für Hausarztmedizin an der Universität Zürich, einen äusserst aufschlussreichen Vortrag unter dem Titel «Zuviel Medizin? Von der Schwierigkeit, das richtige Mass zu finden».  Die Folien zum Vortrag sind ab sofort online und können hier downgeloadet werden: > Vortragsfolien downloaden (PDF) Sie […] weiter …

Mittwoch, 1. Mai 2019

«PULS» zu umstrittener Werbung für Spitäler und Ärzte

Autor: SPO Patientenschutz / sb | Kategorien: Aktuell

Die SRF-Gesundheitssendung «PULS» berichtete am 29. April 2019 darüber, wie Ärzte und Spitäler für sich und ihre Leistungen werben. Doch wie weit dürfen sie dabei gehen? Den Beitrag, in dem auch SPO-Vizepräsidentin Brida von Castelberg zu einem aktuellen Beispiel Stellung nimmt, können Sie unter folgendem Link ansehen: «Umstrittene Werbung – Wie weit dürfen Spitäler gehen?», SRF […] weiter …

Dienstag, 30. April 2019

14. Mai: Vortrag mit Thomas Rosemann und GV SPO (Gönner-)Verein

Autor: Annina Hess-Cabalzar, Präsidentin SPO (Gönner-)Verein | Kategorien: Aktuell

Der Vorstand des SPO (Gönner-)Vereins lädt alle Interessierten herzlich ein zum öffentlichen Vortrag mit Prof. Dr. Dr. Thomas Rosemann, Direktor des Instituts für Hausarztmedizin der Universität Zürich mit anschliessender Generalversammlung. > zum Anmeldeformular bitte herunterscrollen! «Viel Medizin macht uns nicht gesünder.» – Diese Aussage stammt von Prof. Dr. med. Thomas Rosemann, dem Direktor des Instituts […] weiter …

Mittwoch, 17. April 2019

Strafgebühr im Spitalnotfall fällt bei Ständeratskommission durch – gut so

Autor: Stephan Bader | Kategorien: Aktuell, Gesundheitspolitik

Patientinnen und Patienten sollen keine Gebühr entrichten müssen, wenn sie den Spitalnotfall aufsuchen. Die ständeratliche Gesundheitskommission hat eine parlamentarische Initiative aus dem Nationalrat abgelehnt, die so die Überlastung der Notfallstationen durch Bagatellfälle bekämpfen wollte. Die SPO begrüsst den Entscheid. Zweifellos: Die zunehmende Überlastung der Notfallstationen, weil Patienten auch mit minder schweren Verletzungen und Beschwerden immer öfter ins […] weiter …

Mittwoch, 3. April 2019

Mit MS fast beschwerdefrei leben – dank Cannabis

Autor: SPO Patientenschutz / Stephan Bader | Kategorien: Aktuell, Gesundheitspolitik, In eigener Sache

Ein aktueller «Blick-Artikel» zeigt auf, welches Potenzial Cannabis in der Medizin hätte, wenn die pauschale Verurteilung des Stoffes nicht im Weg stünde. Doch in der Politik tut sich etwas – auch dank der langjährigen SPO-Präsidentin Margrit Kessler. Wir empfehlen Ihnen heute einen Artikel im «Blick» vom 1. April 2019. Er zeigt auf, wie ein Mann, […] weiter …