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Mittwoch, 6. November 2019

So sieht Überbehandlung im medizinischen Alltag aus

Autor: Sabine Hablützel, Patientenberaterin SPO | Kategorien: Aktuell, Fälle aus der Praxis

Der privat versicherte Mann, der sich Anfang 2019 bei der SPO meldete, wusste schon seit fünf Jahren, dass sich in seinem Harntrakt ein kleiner Nierenstein gebildet hatte. Jedoch hatte er damit stets beschwerdefrei gelebt, und Warnsymptome wie stechende Schmerzen oder eine Harnleiterentzündung waren nicht aufgetreten. Dennoch riet sein Urologe dem Mann zu einer Operation – und übersah dabei ein anderes Warnsignal: Das Gewebe war in der betroffenen Körpergegend stark verwachsen.

Zwei Operationen später hat der Mann immer noch Nierensteine. Immerhin geht es ihm nicht schlechter als vorher, aber genützt haben die Eingriffe nichts. Dass bei Privatpatienten «im Zweifel operiert» werde, da dies für Spitäler lukrativ ist und «die Versicherung zahlt», mag ein Klischee sein. Doch das Phänomen der Überbehandlung ist statistisch mittlerweile gut belegt – und dieser Fall illustriert exemplarisch, wie Überbehandlung im medizinischen Alltag aussieht: Meist führt sie nicht zur grossen Katastrophe, es werden «nur» unnötige Kosten und Risiken erzeugt. So stellen wir uns ein patientenorientiertes Gesundheitswesen nicht vor – und setzen uns deshalb gegen Über- und Unterbehandlung aus finanziellen Beweggründen ganz besonders ein.



Weitere Beiträge unter: Aktuell, Fälle aus der Praxis

Dienstag, 26. November 2019

Die SPO: Ihre unabhängige Ombudsstelle in der Erfahrungsmedizin

Autor: SPO Patientenschutz / sb | Kategorien: Aktuell, In eigener Sache

Viele Patientinnen und Patienten vertrauen auch auf komplementär- und alternativmedizinische Methoden. Bei Konflikten können Sie sich ab sofort an die SPO als unabhängige Anlaufstelle wenden. Das gemeinsame Interesse am Patientenschutz hat die SPO und das ErfahrungsMedizinische Register EMR veranlasst, eine spezialisierte Ombudsstelle für den Bereich der Komplementär- und Alternativmedizin einzurichten, den das EMR unter dem […] weiter …

Montag, 7. Oktober 2019

Endlich leichterer Zugang zu Cannabis als Schmerzmittel – auch ein Erfolg der SPO

Autor: Daniel Tapernoux, Dr. med, Mitglied SPO-Geschäftsleitung | Kategorien: Aktuell, Gesundheitspolitik, In eigener Sache

Der Zugang zu Behandlungen auf der Grundlage von medizinischem Cannabis soll leichter werden. Die geplante Änderung des Betäubungsmittelgesetzes sieht vor, dass sich Patientinnen und Patienten solche Behandlungen künftig direkt ärztlich verschreiben lassen können. Heute muss dafür eine Ausnahmebewilligung des Bundesamts für Gesundheit eingeholt werden. Die SPO begrüsst diese Änderung sehr; sie entspricht einer langjährigen Forderung […] weiter …

Samstag, 5. Oktober 2019

Trauer um Dr. med. Christian Hess

Autor: Stephan Bachmann, Stiftungsrat SPO Patientenschutz | Kategorien: Aktuell

Die SPO trauert um Dr. med. Christian Hess, Mitbegründer der Akademie Menschenmedizin und Ehemann unseres Stiftungsratsmitglieds Annina Hess-Cabalzar, der am 25. September verstorben ist. Christian Hess stand wie kaum ein anderer Arzt für eine patientenorientierte Medizin, wie sie der SPO vorschwebt. Im von ihm initiierten «Modell Menschenmedizin» ist die Aussage, der Patient oder die Patientin stehe […] weiter …

Dienstag, 20. August 2019

Veranstaltungsempfehlung: Tagung «Die Macht des Patienten» am 24.10.2019

Autor: SPO Patientenschutz / sb | Kategorien: Aktuell, In eigener Sache, Veranstaltungen

Die Tagung «Die Macht des Patienten», veranstaltet von den Schweizerischen Akademien der Medizinischen Wissenschaften sowie der Geistes- und Sozialwissenschaften, wirft wichtige Fragen zum Arzt-Patienten-(Macht-)Verhältnis auf. Nebst weiteren hochkarätigen Teilnehmern sprechen auch SPO-Stiftungsrätin Franziska Sprecher und SPO-Präsidentin Susanne Hochuli.  Der gesellschaftliche und technische Wandel sowie neue Patientenrechte und Ärztepflichten verändern die Beziehungen zwischen Patient/innen und Ärzt/innen. Insbesondere […] weiter …

Mittwoch, 17. Juli 2019

Die Meldepflicht bei Nebenwirkungen wird zu wenig ernst genommen

Autor: SPO Patientenschutz / Stephan Bader | Kategorien: Aktuell, Gesundheitspolitik

Das neue Heilmittelgesetz, das seit Anfang 2019 gilt, hat die Meldepflicht sogenannter unerwünschter Wirkungen für Ärztinnen und andere Fachpersonen verschärft. Bisher haben sich die Verschärfungen jedoch nicht messbar auf das Meldeverhalten ausgewirkt, so das Heilmittelinstitut Swissmedic, bei dem die Meldungen eingehen. Die Meldepflicht wird nur teilweise gelebt.  Der Grund dafür? – Wahrscheinlich ist der Aufwand für diese Meldungen […] weiter …