Donnerstag, 5. Juli 2018

Spitalpatienten und ihre eigenen Medikamente: Verbindliche Regelung fehlt

Autor: Christina Strässle, Beraterin SPO St. Gallen | Kategorien: Aktuell, Fälle aus der Praxis, Gesundheitspolitik

Anlässlich der jährlichen Aktionswochen der Stiftung Patientensicherheit Schweiz hat die SPO letztes Jahr mit Standaktionen Patienten darüber informiert, was sie selber dazu beitragen können, um die Sicherheit während eines Spitalaufenthaltes zu erhöhen. Eine hilfreiche Broschüre finden Sie auf der Website der Stiftung Patientensicherheit Schweiz 

Der nachfolgende, gekürzte Leserbrief zeigt eine spezielle Problematik auf für Patienten mit chronischen Erkrankungen.

«Ich hatte mich kürzlich einem Spitalaufenthalt zu unterziehen. Gemäss den  flyerlichen Ratschlägen packte ich meine vom Neurologen verschriebenen Parkinsonmedikamente zusammen und natürlich verfasste ich auch eine Medikamenten-Liste mit den entsprechenden Dosierungen. Ich hoffte, dass die Unsitte des ‹Medikamentenklaus› bei Spitaleintritt abgeschafft worden ist. Doch diese Hoffnung zerschlug sich umgehend, als eine freundliche Pflegefachfrau mich drängte, meine Medikamente zu verwalten … Trotz meiner Vorsorge erhielt ich anstatt Madopar Liq gewöhnliche Madopartabletten und das Medikament Azilect, welches ich schon seit meiner Diagnosestellung erhalte, wurde als inexistent deklariert! Es brauchte einige Überzeugungskraft, bis ich die richtigen Medikamente erhielt. Wieso wurde ich nicht als erwachsener und mündiger Patient wahrgenommen, der sehr wohl im Stande ist, seine Medikamente selbstständig einzunehmen?»

Bis heute ist nicht verbindlich geregelt, ob der Patient seine eigenen Medikamente im Spital selbständig einnehmen darf oder ob die Medikamente abgegeben werden müssen. Die SPO wird deshalb einen entsprechenden Ratgeber erstellen.



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Donnerstag, 8. November 2018

SPO unterstützt die Nein-Kampagne zur sogenannten «Selbstbestimmungsinitiative»

Autor: Daniel Tapernoux, ärztlicher Berater SPO Patientenschutz | Kategorien: Aktuell, Gesundheitspolitik, In eigener Sache

Die Schweizerische Stiftung SPO Patientenschutz empfiehlt ein Nein zur «Selbstbestimmungsinitiative»: Eine allfällige Kündigung der Europäischen Menschenrechtskonvention nach einem Ja würde auch die Patientenrechte in der Schweiz gefährden. Die Schweizerische Stiftung SPO Patientenschutz ist seit Anfang Oktober 2018 Partnerorganisation der «Allianz der Zivilgesellschaft» – «Schutzfaktor M» (sbi-nein.ch). Diese Organisation setzt sich, zusammen mit 120 Partnerorganisationen, für […] weiter …

Mittwoch, 7. November 2018

Operation des Grauen Stars: Falsche Versprechungen statt gründlicher Aufklärung

Autor: Stephan Bader, SPO Patientenschutz | Kategorien: Aktuell, Fälle aus der Praxis

Immer mehr Patientinnen und Patienten melden sich bei der SPO, weil sie mit der Operation des Grauen Stars unzufrieden sind. Tatsächlich treten bei diesem Eingriff, auch Katarakt genannt, gleich mehrere typische Gefahren und Missstände auf, mit denen es der Patientenschutz typischerweise zu tun hat: Es werden falsche Hoffnungen geweckt: Ein «brillenfreies Leben» zum Beispiel kann durch […] weiter …

Montag, 5. November 2018

Symposium: «Fördert oder erfordert das elektronische Patientendossier Gesundheitskompetenz?», 11.12.2018

Autor: Stephan Bader, SPO Patientenschutz | Kategorien: Aktuell, Gesundheitspolitik, Veranstaltungen

Mit dem Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier (EPD) wird im Frühling 2020 wird die Nutzung des EPD für einen Teil der stationären Leistungserbringer, nämlich die Spitäler, obligatorisch. Patientinnen und Patienten können ab 2020 ein eigenes EPD eröffnen und ihre Gesundheit darüber «managen». Gemäss Gesetz soll mit dem EPD die Gesundheitskompetenz der Patientinnen und Patienten gefördert […] weiter …

Mittwoch, 26. September 2018

Mindestfallzahlen – Retten sie Leben?

Autor: SPO Patientenschutz / sb | Kategorien: Aktuell, Gesundheitspolitik, In eigener Sache

SPO-Präsidentin Susanne Hochuli hielt im Rahmen der 7. Tagung der Einkaufsgemeinschaft HSK (Helsana Sanitas KPT) zum Thema „Mindestfallzahlen – Retten sie Leben?“ am 30. August 2018 ein Referat. Dessen Titel: „Mindestfallzahlen sind gut – eine Maximalzahl an Spitälern wäre besser“. Sie fragen sich vielleicht: Warum? – Lesen Sie hier das Referat in voller Länge! Druckversion […] weiter …

Dienstag, 25. September 2018

«Advance Care Planning (ACP)»: Der Weg zur Patientenverfügung Plus

Autor: SPO Patientenschutz / sb | Kategorien: Aktuell, In eigener Sache

Patientenverfügungen können in der Praxis nicht so konsequent umgesetzt werden, wie es wünschenswert wäre. Mit «Advance Care Planning» (ACP) – sozusagen einer «Patientenverfügung Plus» – kann ich meinen Willen als Patient/Patientin aussagekräftiger festhalten.  Informieren Sie sich näher an einer der öffentlichen Informationsveranstaltungen der SPO Patientenschutz! Diese weiterentwickelte Patientenverfügung bietet an Verbesserungen insbesondere: fachliche Beratung mit […] weiter …