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Montag, 16. März 2020

Coronavirus: Fragen und Antworten für Patientinnen und Patienten

Autor: Daniel Tapernoux, Dr. med, Mitglied SPO-Geschäftsleitung, und Stephan Bader, freier Mitarbeiter Kommunikation | Kategorien: Aktuell, Gesundheitspolitik

 
Die Ausbreitung des Coronavirus sorgt für Verunsicherung auch bei Patientinnen und Patienten mit anderen Krankheiten. Einige wichtige Fragen und Antworten.

Ich bin älter als 50-60 Jahre und/oder habe eine Vorerkrankung, gehöre also zu einer der Covid-19-Risikogruppen. Was soll ich tun?

Für Informationen und Verhaltensempfehlungen zum Coronavirus – sowohl für Risikogruppen als auch für die allgemeine Bevölkerung – verweisen wir Sie an die offiziellen Quellen und Fachstellen:

Einen Rat allerdings kann man nicht oft genug wiederholen: Sollten Sie Symptome bemerken, die auf eine mögliche Infektion hindeuten, besuchen Sie keine Arztpraxis oder Spital, ohne vorher telefonischen Kontakt aufgenommen zu haben.

Wird nun meine Operation verschoben, damit Spitalbetten für Corona-Patienten zur Verfügung stehen?

In der Tat werden Spitäler nun «nicht dringend angezeigte» Eingriffe verschieben. Dies hat der Bundesrat so beschlossen. Auch wenn dies bedeuten kann, dass Patientinnen und Patienten einige Wochen länger unter Schmerzen leiden, unterstützt die SPO diese Prioritätensetzung voll und ganz. Betroffen sind typischerweise planbare Eingriffe wie der Einsatz eines künstlichen Hüftgelenks. Aber auch bei allgemein als «dringlich» geltenden Eingriffen wie etwa einigen Krebsoperationen kann es zu Verschiebungen kommen. Dies mag erstaunen. Doch zwar werden solche Eingriffe im Normalfall aufgrund der grossen Belastung für Patientinnen und Patienten möglichst rasch vorgenommen, der medizinische Spielraum ist jedoch oft grösser.

Solche Aussagen sind aber stark verallgemeinernd. Eine genaue Auskunft ist nur für jeden Fall einzeln möglich. Bei Unklarheiten, Unsicherheiten und Fragen zu Ihrer geplanten Operation (oder derjenigen von Angehörigen), die sich nicht mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt klären lassen, können Sie sich deshalb gern an die Beratungsstellen der SPO wenden.

Bitte nehmen Sie aber auch zur Kenntnis: Viele Fragen rund um das Coronavirus lassen sich aktuell noch nicht beantworten.

Darf ich Ibuprofen noch benutzen?

Zur Zeit (Stand 16. März 2020) kursieren verschiedenorts Aussagen, wonach die Einnahme des entzündungshemmenden Wirkstoffs Ibuprofen eine Infektion mit dem Coronavirus verschlimmern könne. Teilweise kursiert auch die gegenteilige Behauptung: Ibuprofen mildere den Verlauf oder mache gar immun gegen Covid-19.

Beides ist falsch. Aktuell gibt es über Einzelfälle hinaus keine belastbaren Hinweise auf negative Auswirkungen. Überprüfungen des BAG laufen. Wir empfehlen unterdessen eine vorsichtige Haltung gegenüber dem Gebrauch von Medikamenten auf Ibuprofen-Basis. Nutzen Sie solche Medikamente allerdings im Rahmen einer Langzeitbehandlung, sollten Sie diese nicht abbrechen; wenden Sie bei Hinweisen auf eine Infektion (Husten, Fieber) an ihre Ärztin oder ihren Arzt.

Mehr dazu auf der Website des Bundesamts für Gesundheit

Wichtig: Seien Sie vorsichtig mit Informationen aus ungesicherten Quellen. Im Zweifel konsultieren Sie bitte die oben angegebenen Quellen oder wenden sich an Fachleute. Auch die SPO steht Ihnen bei Fragen zur Verfügung.



Weitere Beiträge unter: Aktuell, Gesundheitspolitik

Donnerstag, 19. März 2020

Coronavirus: SPO-Geschäftsstelle bis auf Weiteres geschlossen

Autor: SPO / sb | Kategorien: Aktuell, In eigener Sache

Liebe Patientinnen und Patienten, geschätzte Partner und Interessierte Aufgrund des vom Bundesrat ausgerufenen Notstands bleiben die Geschäftsstelle und die Beratungsstellen der SPO ab dem 20. März bis auf Weiteres geschlossen. Persönliche Beratungen können in der momentanen Ausnahmesituation leider nicht stattfinden. Unsere Expertinnen und Experten sind jedoch aus dem Home Office weiterhin für Sie da: Sie […] weiter …

Donnerstag, 12. März 2020

Gesucht: PatientenberaterIn 40-50% (DEU/ITA)

Autor: SPO / sb | Kategorien: Aktuell, In eigener Sache

Für italienisch- und deutschsprachige Ratsuchende (Arbeitsort Zürich) suchen wir einen/eine diplomierte/n Pflegefachmann/frau als PatientinnenberaterIn zu 40 bis 50% Sie haben mit Vorteil einen Fachausweis in Intensiv- oder Anästhesiepflege, arbeiten gerne selbstständig, beherrschen die italienische und deutsche Sprache in Wort und Schrift sowie IT- Anwendungen am Computer sicher. Wenn Sie eine anspruchsvolle Aufgabe suchen und unsere […] weiter …

Dienstag, 26. November 2019

Die SPO: Ihre unabhängige Ombudsstelle in der Erfahrungsmedizin

Autor: SPO Patientenschutz / sb | Kategorien: Aktuell, In eigener Sache

Viele Patientinnen und Patienten vertrauen auch auf komplementär- und alternativmedizinische Methoden. Bei Konflikten können Sie sich ab sofort an die SPO als unabhängige Anlaufstelle wenden. Das gemeinsame Interesse am Patientenschutz hat die SPO und das ErfahrungsMedizinische Register EMR veranlasst, eine spezialisierte Ombudsstelle für den Bereich der Komplementär- und Alternativmedizin einzurichten, den das EMR unter dem […] weiter …

Mittwoch, 6. November 2019

So sieht Überbehandlung im medizinischen Alltag aus

Autor: Sabine Hablützel, Patientenberaterin SPO | Kategorien: Aktuell, Fälle aus der Praxis

Der privat versicherte Mann, der sich Anfang 2019 bei der SPO meldete, wusste schon seit fünf Jahren, dass sich in seinem Harntrakt ein kleiner Nierenstein gebildet hatte. Jedoch hatte er damit stets beschwerdefrei gelebt, und Warnsymptome wie stechende Schmerzen oder eine Harnleiterentzündung waren nicht aufgetreten. Dennoch riet sein Urologe dem Mann zu einer Operation – und […] weiter …

Montag, 7. Oktober 2019

Endlich leichterer Zugang zu Cannabis als Schmerzmittel – auch ein Erfolg der SPO

Autor: Daniel Tapernoux, Dr. med, Mitglied SPO-Geschäftsleitung | Kategorien: Aktuell, Gesundheitspolitik, In eigener Sache

Der Zugang zu Behandlungen auf der Grundlage von medizinischem Cannabis soll leichter werden. Die geplante Änderung des Betäubungsmittelgesetzes sieht vor, dass sich Patientinnen und Patienten solche Behandlungen künftig direkt ärztlich verschreiben lassen können. Heute muss dafür eine Ausnahmebewilligung des Bundesamts für Gesundheit eingeholt werden. Die SPO begrüsst diese Änderung sehr; sie entspricht einer langjährigen Forderung […] weiter …